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| Harl - Gott der Verstoßenen |
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| Status: |
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Gott |
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| Titel: |
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Der ewig Rastlose, der Maskierte, Gott der Diebe, Gott der Söldner, Gott der Verstoßenen und Gott des Zwielichts. |
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| Symbolhafte Darstellung: |
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Goldmünzen in einer Hand, darüber ein Dolch. |
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| Banner: |
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Goldmünzen und Dolch auf blutrotem Grund. |
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| Attribute: |
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Flunkerei, Ganovenehre, Glück, Kampfeslust, Mut, Spitzfindigkeit, Verlockung und Verschlagenheit. |
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| Zuständig für: |
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Menschliche Diebe, Söldner, Streuner und Verstoßene. |
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Die Geschichte: |
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Der Überlieferung nach war Harl einst ein Diener Adalons und für jenen als
Bote tätig.
Ungehindert hatte er Zutritt zum Heiligtum des gütigen Gottes, aus welchem er mit Hilfe einer List einen Tropfen
vom Blut der Schöpfung stahl, um sich selbst zur Gottheit zu erheben.
Als Adalon dessen gewahr wurde, befahl er den Abtrünnigen zu sich, um ihn zu strafen. Schnell erkannte er jedoch,
dass Harl im Inneren seines Wesens nicht verdorben war, und so ließ er dem jungen Gott seine neu gewonnene Macht
und ernannte ihn zum Beschützer jener, die zwar von Adalons lichternem Wege abgekommen, deren Herzen jedoch nicht
der Niedertracht des Khothars erlegen waren.
Je älter das Geschlecht der Markaner wurde, desto vielfarbiger wurden die Facetten ihrer Charaktere. Und Harl leitete
all jene, die verstoßen wurden oder kein Ansehen mehr unter ihresgleichen fanden: All den kleinen Dieben, Vagabunden,
Söldnern und Gaunern gab er ihre Daseinsberechtigung. Er ließ so manchen Überfall gelingen, betörte
die Zuschauer eines Gauklerspiels, oder verhalf so manchem Söldner zu einem erfolgreichen Auftrag. Jedoch achtete
er immer darauf, sie nie ihre Ehre vergessen zu lassen.
Ein nicht unwichtiges Kapitel im Buch des zwielichtigen Gottes ist seine Verbindung zu Alianda, der Göttin der Natur.
Für sie stahl er den Ring der Sonne von Benu, dem Gott des Handels, woraufhin sich eine andauernde Feindschaft zwischen
den beiden entwickelte. Der Liebe zwischen Harl und der schönen Göttin entspross ihre gemeinsame Tochter
Awyniel.
Die Liaison mit einer jungen Magierin unter den Markanern blieb ebenfalls nicht ohne Folgen. Aus dieser Verbindung ging
die Halbgöttin Siridia hervor, Schutzpatronin der Hexen und Hexer. |
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Das Reich: |
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So wie der Glauben an Harl in den sterblichen Dimensionen hinter vorgehaltener Hand verbreitet
wird, so gegensätzlich ist die Atmosphäre, tritt man einmal über die Schwelle des Todes in seine
Domäne.
Mit rauschenden Festen weiß der zwielichtige Gott seine Anhänger in seinem eigenen Reich zu empfangen, das einem einzigen
gigantischen Gasthaus gleicht. An endlos scheinenden Tafeln, die sich unter der Last von überirdischen Köstlichkeiten biegen,
speisen und zechen jene, denen im sterblichen Dasein Heldentum und Ansehen verwehrt blieben. Diebe werden zu bewunderten Künstlern,
Geächtete zu hochgeschätzten Rittern; hier ist jeder Bettler ein König. Allenthalben lassen holde Jungfern ihre
süßen Stimmen zu einem Loblied erklingen, und lange allein fühlt sich in Harls Reich sicher niemand. |
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Verbündete: |
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Bis auf Alianda, zu der er stets in regelmäßigen Abständen reumütig
zurückkehrt, um jedoch ebenso regelmäßig wieder zu verschwinden, und seiner Tochter Awyniel, hat Harl keinerlei
Verbündete.
Er lässt sich mit dem Überraschungsgast einer Feierlichkeit vergleichen: Gern begrüßt und geduldet, aber
ebenso gern auch wieder verabschiedet. |
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Gegner: |
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Von Adalon wird Harl geduldet, da dieser weiß, dass der zwielichtige Gott schützend
seine Hand über jene hält, die ihren Platz unter den Rechtschaffenen verloren haben.
Khathos wiederum sieht jede Seele, die aus den Reihen der Adalongläubigen verstoßen wird, als einen Triumph seinerseits
an; und da es sich meist um gescheiterte Existenzen handelt, die in ihrem sterblichen Dasein keinen großen Einfluss mehr
haben werden, hegt er kein besonderes Interesse daran, sie mit allen Mitteln auf seine Seite zu ziehen.
Als direkten Gegner Harls kann man den Handelsgott Benu bezeichnen. Der Grund für die Tatsache, dass Diebe und Händler
sich spinnefeind sind, mag in dem weit zurückliegenden Streit der beiden Götter begründet sein. Harl machte dabei
seinem Ruf alle Ehre, indem er dem Gott des Handels, der zu jener Zeit noch ein Diener Dhumorans war, einen Ring stahl und um seine
Entlohnung betrog. |
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Aussehen & Auftreten: |
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Erscheint er unter seinen Anhängern, so wird man Harl kaum von ihnen unterscheiden
können. Eine dunkle, abgetragene Rüstung, eine schartige Klinge, zerzaustes langes Haar und schmutzige Wangen,
bisweilen auch nur eine zerlumpte Robe – so tritt der Gott des Zwielichts in Erscheinung. Blickt man ihm jedoch in die Augen,
so erkennt man den Willen seines reinen Herzens und die Aufrichtigkeit, mit der er seinen Anhängern gegenüber tritt.
Aber Harl würde nicht der Gott des Zwielichts genannt, hätte er nicht auch seine betörende Seite. Unter den
Göttern des Pantheons gilt er als der Casanova, gab doch selbst die Elfengöttin Alianda seinem Charme nach. Und auch
so manch schöne Maid unter den Sterblichen begab sich bisweilen unwissend in seine Arme. Unwichtig werden dann
zerschlissenes Gewand und zerzaustes Haar, denn dem Blick Harls erliegen selbst die hochmütigsten Frauenzimmer. |
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Ziele: |
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Harl spielt gern das Zünglein an der Waage zwischen Gut und Böse. Seine Jünger sind zwar meist vom Pfad der
wahren Tugend abgekommen, doch noch nicht dem Bösen und somit Khathos verfallen. Harls Aufgabe besteht wohl darin,
seine Jünger diesen schmalen Grat der Neutralität weiter gehen zu lassen, ohne sich für gut oder böse
zu entscheiden. |
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Wie ihm gedient wird: |
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Wer würde dem Hüter von Glücksspiel und Missetat wohl einen öffentlichen
Tempel errichten? Harl um etwas zu bitten, erfordert keinen Schrein. Er erhört seine Jünger auch ohne prunkvolle
Huldigung.
So schickt der besoldete Krieger kurz vor der Schlacht ein Stoßgebet gen Himmel, und sein Schutzherr wird ihm helfend
zur Seite stehen; der Räuber murmelt einige um Beistand bittende Worte, bevor er sich an den Überfall einer
ertragreichen Karawane macht; und der Glücksspieler wird mit einem innigen Seufzer darauf hoffen, dass sein Kartentrick
auch dieses Mal gelingt.
Gelegentlich fordert Harl eine kleine Gegenleistung für seinen Beistand, dann aber vorzugsweise von seinen weiblichen
Anhängern...
Doch nicht immer lässt der Gott des Zwielichts eine Sünde ungestraft. Scheint ihm sein Schützling zu sehr vom
rechten Wege abzukommen, lässt Harl ihn ohne weiteres in die Falle der Gerechtigkeit tappen, und genießt nicht
selten voll Schadenfreude den Anblick einer Bestrafung. |
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